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Landespolizei organisiert Fachvortrag über häusliche Gewalt

24.09.2020 - Fälle von häuslicher Gewalt beschäftigen die Landespolizei leider regelmässig. Dies obwohl die Hürde für Opfer von häuslicher Gewalt sich bei der Polizei oder anderen Stellen zu melden nach wie vor hoch ist.

Einem aufmerksamen sozialen Umfeld, das für Anzeichen von häuslicher Gewalt sensibel ist, kommt daher eine wichtige Rolle zu. Dies gilt ganz speziell für Angehörige von Medizinal- und Pflegeberufen. Aus diesem Grund organisierte die Landespolizei einen Fachvortrag mit der Rechtsmedizinerin Dr. med. Rosa Maria Martinez und lud dazu Ärzte und Ärztinnen sowie Angehörige von Pflegeberufen in den Rathaussaal nach Vaduz ein.
  

Im Mittelpunkt ihres Vortrags mit dem Thema «Der Rosenkrieg – Häusliche Gewalt als alltägliches Problem im medizinischen Umfeld» standen das Erkennen, die Interpretation und Dokumentation von Verletzungen, die auf häusliche Gewalt hinweisen können. Ebenfalls wurde in diesem Zusammenhang die neue Weiterbildung zur «Forensic Nurses» beleuchtet. Dabei handelt es sich um Pflegefachkräfte, die im Rahmen der Ausbildung sich Wissen und Techniken aneignen, um Gewaltbetroffene zu erkennen, zu behandeln und die Spuren zu dokumentieren. Diese Pflegefachpersonen werden verstärkt auf Notfallstationen in Spitälern, im ambulanten Pflegebereich (Spitex) wie auch in Arztpraxen eingesetzt.




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Von links. Polizeichef Jules Hoch, Dr. med. Rosa Maria Martinez, Dr. Nadine Kranz, Polizeipsychologin und Koordinatorin Häusliche Gewalt bei der Landespolizei